Die Kollegiatkirche von Neuchâtel ist eine auffällige mittelalterliche Kirche aus warmem, gelbem Kalkstein, typisch für die Region. Der Bau begann Ende des 12. Jahrhunderts und wurde 1276 geweiht. Sie vereint romanische und gotische Architekturstile. Die drei normannisch gestalteten Apsiden am Ostende führen zu einem hoch aufragenden Kirchenschiff, während die Westfassade ein wunderschönes Buntglas-Rosenfenster zeigt. Im Inneren wird der Querarm von einem Laternenturm beleuchtet, was einen ruhigen, luftigen Raum schafft. Ein Highlight der Kirche ist das Kenotaph der Grafen und Gräfinnen von Neuchâtel an der nördlichen Chorwand, eine Gruppe von fast lebensgroßen bemalten Skulpturen, die von gotischen Bögen eingerahmt sind. Neben der Kirche befindet sich ein stiller Kreuzgang mit Gärten, der eine friedliche Oase abseits des Trubels der Stadt bietet.
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Die Kirche befindet sich in der Rue de la Collégiale 3, 2000 Neuchâtel. Der Eintritt ist für alle Besucher frei. Übliche Öffnungszeiten sind von 09:00 bis 17:00 Uhr in den kühleren Monaten und bis 20:00 Uhr im Sommer. Führungen sind für etwa 10 Schweizer Franken für Erwachsene und 7 für Senioren oder Studenten verfügbar, während Kinder unter 16 Jahren meist kostenlos teilnehmen können. Die Führungen dauern in der Regel 1,5 Stunden und werden auf Französisch oder Deutsch durchgeführt. Eine Führung bietet Einblicke in die Architektur, die Orgel, den Kreuzgang und das Grab der Grafen und vermittelt so ein reichhaltigeres Erlebnis als ein eigenständiger Rundgang.
Das Innere der Kirche erkundet man am besten mit einer Führung, da die Gruppengröße begrenzt ist und eine vorherige Reservierung empfohlen wird. Die Kirche ist rollstuhlgerecht. Fotografieren ist erlaubt, Besucher sollten jedoch während der Gottesdienste und Führungen respektvoll sein. Der Kreuzganggarten ist besonders im Sommer wunderschön und lädt zum stillen Nachdenken ein. Bequeme Schuhe sind zu empfehlen, da das Gebiet um die Kirche einige unebene Kopfsteinpflasterstraßen beinhaltet.
Vom Bahnhof Neuchâtel ist es ein landschaftlich reizvoller Aufstieg zum historischen Hügel, auf dem die Kirche steht. Alternativ kann man auch einen Ortsbus nehmen, der in der Nähe von Schloss und Kirche hält. Am Hügel angekommen, weisen Schilder direkt zum Eingang. Der Weg durch die Straßen der Altstadt macht die Reise besonders reizvoll.
Die Kirche ist das ganze Jahr über geöffnet, mit längeren Öffnungszeiten von April bis September. Im Sommer gibt es nachmittags Führungen, während die Vormittage ideal für ruhigere Besuche vor Ankunft der Gruppen sind. Ein Besuch im Frühling oder Frühherbst bietet ein friedlicheres Erlebnis bei milderem Wetter und weniger Touristen. Donnerstage in der Hauptsaison bieten oft geplante Führungen, die sich lohnen, im Voraus zu reservieren.