Die St. Pauls Kirche, oder Paulskirche, ist ein monumentales neogotisches Wahrzeichen, das die nördliche Kante der Theresienwiese bewacht. Fertiggestellt im Jahr 1906, wurde ihr Entwurf von Georg von Hauberrisser geplant, dem gleichen Architekten hinter dem berühmten Neuen Rathaus in München. Die Kirche wird von einem massiven 97 Meter hohen zentralen Turm dominiert, der sie zu einem der höchsten Bauwerke der Stadt macht. Im Gegensatz zu den älteren, traditionelleren Kirchen im Stadtzentrum verfügt St. Pauls über eine markante Fassade aus Kalkstein und Ziegeln, die das bürgerliche Selbstbewusstsein des späten 19. Jahrhunderts widerspiegelt. Im Inneren bietet das weite Kirchenschiff aufgrund von Wiederherstellungen nach dem Krieg eine modernere und vereinfachte Atmosphäre und schafft so einen Raum von gewaltigem Umfang und stiller Einkehr, der über dem Gelände des weltberühmten Oktoberfests thront.
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Die Kirche befindet sich am St.-Pauls-Platz 11, nur wenige Schritte vom Hauptfestgelände entfernt. Sie ist eine aktive katholische Pfarrkirche und in der Regel für Besucher zum Gebet oder zur Besichtigung außerhalb der Gottesdienstzeiten frei zugänglich. Die normalen Öffnungszeiten sind in der Regel Dienstag und Mittwoch von 09:00 bis 12:00 und Donnerstag von 14:00 bis 16:00, obwohl die Kirche häufig tagsüber für Besucher geöffnet ist. Ein Highlight für viele Reisende ist die Möglichkeit, gegen eine kleine Gebühr, meist etwa 5 Euro, den Hauptturm zu besteigen. Dieser Aufstieg bietet eine der spektakulärsten Panoramaaussichten auf München und die Alpen. Beachten Sie, dass der Turm zu bestimmten Zeiten geöffnet ist, insbesondere während des Oktoberfests und in den späten Frühjahrs- oder Sommermonaten, daher ist es am besten, den aktuellen Zeitplan bei Ankunft zu prüfen.
Der Aufstieg zum Turm erfolgt über eine steile und enge Wendeltreppe, weshalb eine angemessene Fitness erforderlich ist und er für Personen mit Klaustrophobie oder eingeschränkter Mobilität nicht empfohlen wird. Historisch erlangte die Kirche traurige Berühmtheit, als 1960 ein Militärflugzeug bei dichtem Nebel den Kirchturm traf, was zur Verlegung des Münchner Flughafens führte. Im Inneren des Heiligtums finden Sie moderne Kunstinstallationen, die einen Kontrast zur neugotischen Architektur bilden, da die Kirche ein Zentrum für die „Kunstpastoral“ des Erzbistums ist. Fotografieren ist erlaubt, jedoch sollten Besucher respektvoll gegenüber denen bleiben, die an der Messe oder im privaten Gebet teilnehmen. Wenn Sie während des Oktoberfests besuchen, seien Sie sich bewusst, dass das Gebiet sehr überfüllt ist und der Zugang zum Inneren möglicherweise auf bestimmte Besucherzeiten beschränkt ist.
Die Anfahrt zur St. Pauls Kirche ist aufgrund ihrer Nähe zu Münchens wichtigsten Verkehrsknotenpunkten äußerst bequem. Am einfachsten erreichen Sie sie mit den U-Bahnlinien U4 oder U5 direkt bis zur Haltestelle Theresienwiese. Vom Stationsausgang ist der massive Turm der Kirche sofort sichtbar und nur etwa drei Gehminuten entfernt. Wenn Sie vom Hauptbahnhof kommen, erreichen Sie die Kirche zu Fuß in etwa zehn Minuten, indem Sie südlich durch den Stadtteil Ludwigsvorstadt gehen. Außerdem halten mehrere Straßenbahnlinien an der nahegelegenen Hermann-Lingg-Straße, was einen einfachen Zugang aus westlichen Stadtteilen ermöglicht. Da sie sich direkt außerhalb des Altstadtrings befindet, ist sie ein leichter Halt für diejenigen, die die Gegend um den Zentralbahnhof erkunden.
Für das beste Erlebnis empfiehlt es sich, an einem klaren Wochentagvormittag zu besuchen, wenn das Licht die Glasfenster erleuchtet und der Turmaufstieg die schärfsten Aussichten auf die bayerischen Alpen bietet. Wenn Sie München während des Oktoberfests besuchen, ist der späte Nachmittag eine magische Zeit für den Turmaufstieg; Sie können den Sonnenuntergang über den lebhaften Festzelten und dem sich drehenden Riesenrad aus der Vogelperspektive beobachten. Für einen ruhigeren, spirituellen Besuch sind Dienstag- oder Mittwochmorgen ideal, da das Viertel dann viel ruhiger ist. Während der Wintermonate bietet die Kirche ein warmes und friedliches Refugium vor der Kälte, obwohl der Turm in dieser Saison meist geschlossen ist. Informieren Sie sich immer über besondere Orgelkonzerte oder Abendgottesdienste, die die hervorragende Akustik des Gebäudes nutzen.